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Christian Grüny hat Philosophie und Linguistik in Bochum, Prag und Berlin studiert, in Bochum promoviert und sich in Witten/Herdecke habilitiert. Die Auseinandersetzung mit der Philosophie Theodor W. Adornos und der Phänomenologie führte ihn in zwei ganz unterschiedliche Richtungen: zum einen zum Versuch einer Phänomenologie des Schmerzes und der Beschäftigung mit Gewalt und Folter, zum anderen zur Ästhetik, in der er sich bis heute vorwiegend bewegt. 

 

Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Komponisten Elmar Lampson an der Universität Witten/Herdecke war der Anstoß, ernst zu machen mit der Musikphilosophie, ohne dabei den Zusammenhang mit und die Abgrenzungen und Übergänge zu anderen Künsten aus den Augen zu verlieren. Produktiv war hier die Zusammenarbeit mit dem Choreographischen Zentrum PACT Zollverein, dem NFS Bildkritik eikones, dem Hartware Medien Kunst Verein und der Kunstakademie Düsseldorf. 

 

Von 2011-2014 war Christian Grüny Sprecher des DFG-geförderten Netzwerks "Kulturen der Leiblichkeit". Von Oktober 2014 bis September 2015 war er Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik in Frankfurt, wo er der Frage auf der Spur ist, was es mit der Vorstellung einer empirischen Ästhetik auf sich haben könnte. Im Sommersemester 2016 hat er den Lehrstuhl für theoretische Philosophie an der TU Darmstadt vertreten.

 

Er ist Redaktionsmitglied des Journal Phänomenologie und Mitglied des Editorial Boards von Musik & Ästhetik. Im Februar 2015 hat er den Förderpreis für Publizistik zur Neuen Musik der Hans- und Gertrud-Zender-Stiftung bekommen. 2016/17 ist er als assoziierter Philosoph Mitglied des Kuratoriums des Musikfestivals Bern.

 

Neben Forschung und Lehre beschäftigt er sich zunehmend mit den performativen Aspekten des Denkens und seiner möglichen Verflechtung mit künstlerischen Arbeiten, wobei er zugeben muss, dass das Stück Cheap Lecture von Jonathan Burrows und Matteo Fargion in dieser Hinsicht nicht zu übertreffen ist.

 

 

 

 

Christian Grüny studied philosophy and linguistics in Bochum, Prague and Berlin, got his PhD in Bochum and his postdoctoral qualification (Habilitation) at Witten/Herdecke. His background in the philosophy of Theodor W. Adorno an in phenomenology led him into two directions: on the one hand towards a phenomenology of pain and the problems of violence and torture, on the other hand towards aesthetics which remains his main field of research until today.

 

The long collaboration with the composer Elmar Lampson at the University Witten/Herdecke led him to seriously pursue the philosophy of music without losing track of connections and boundaries to other artistic disciplines. Cooperations with the performing arts center PACT Zollverein in Essen, the NFS iconic criticism eikones in Basel, the Hartware Medien Kunst Verein in Dortmund and the Art academy in Düsseldorf provided important influences.

 

From 2011-2014 Christian Grüny was spokesman of the network "Kulturen der Leiblichkeit" (cultures of embodiment). From October 2014 until September 2015 he was visiting scholar at the Max Planck Institute of Empirical Aesthetics pursuing the question what an empirical aesthetics could be. In 2016 he was interim chair of theoretical philosophy at the University Darmstadt.

 

He one of the editors of Journal Phänomenologie und member of the editorial board of Musik & Ästhetik. In February 2015 he received the advancement award of the Hans und Gertrud Zender foundation. 2016/17 he is a member of the curatorial board of the Music Festival Bern.

 

Besides research and teaching he is considering the performative aspects of thinking and its possible connections to work in the arts. He has to admit, however, that Cheap Lecture by Jonathan Burrows and Matteo Fargion sets a standard that is almost impossible to reach.